
Chronische Nierenerkrankung (CKD) tritt besonders bei älteren Katzen auf, Nierenprobleme können jedoch in jedem Alter entstehen. Eine frühe Erkrankung kann unauffällig sein, weil die Nieren über eine große Reservekapazität verfügen.

Anzeichen, die leicht übersehen werden

Vermehrter Durst und Urinabsatz, Gewichtsverlust, weniger Appetit, Übelkeit, schlechteres Fell und verminderte Energie können Anzeichen einer Nierenerkrankung sein – sie können aber auch viele andere Ursachen haben. Deshalb erfordern sie eine Untersuchung statt Vermutungen.
Was untersucht der Tierarzt?
| Blutuntersuchungen | Unter anderem Kreatinin, SDMA, Harnstoff und Elektrolyte können in die Beurteilung einfließen. |
|---|---|
| Urinuntersuchung | Urinkonzentration, Protein, Sediment und gegebenenfalls eine Kultur liefern wichtige Informationen. |
| Blutdruck | Bluthochdruck kann eine Nierenerkrankung sowohl begleiten als auch verschlimmern. |
| Bildgebende Diagnostik | Ultraschall oder Röntgen können eingesetzt werden, wenn die Struktur der Nieren beurteilt werden muss. |
Der Alltag nach einer Diagnose

Die Behandlung wird an das Krankheitsstadium und die Bedürfnisse der Katze angepasst. Dabei kann es unter anderem um Ernährung, Flüssigkeit, Blutdruck, Übelkeit, Phosphathaushalt und die Kontrolle begleitender Erkrankungen gehen. Katzen mit CKD können bei guter Betreuung häufig lange eine gute Lebensqualität haben.